News · Regulierung · 6. September 2026
Regulierung
EU genehmigt Kapazitätsmechanismus ab 2031
Die Kommission genehmigt den deutschen Kapazitätsmechanismus. Kosten 15,6 bis 35,2 Mrd. Euro. Bestand in der Kraftwerksliste ist eine andere Zahl als der geplante Zubau.
EVU Atlas Redaktion · 3 Minuten
Die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland meldet am 2. September 2026 die beihilferechtliche Genehmigung eines Kapazitätsmechanismus, der ab 2031 bereitstehen soll. Die Kosten schätzt die Kommission auf 15,6 Milliarden Euro bis 35,2 Milliarden Euro. Vergütet wird gesicherte Kapazität für Erzeugung, Speicherung und flexiblen Verbrauch. Das ist nicht der Strompreis im Haushalt und nicht die Leistung, die heute in der Kraftwerksliste steht.
Der Mechanismus steht allen Technologien offen, bestehenden und neuen Kapazitäten sowie grenzüberschreitenden. Verträge laufen bis zu 15 Jahre. Alle geförderten Kapazitäten mit 15-Jahres-Vertrag müssen spätestens 2045 klimaneutral betrieben werden. Neue Gaskraftwerke, die sich um einen solchen Vertrag bewerben, müssen wasserstofffähig sein.
11 GW laut VKU, Bestand ist eine andere Zahl
Der VKU schreibt am selben Tag von 11 Gigawatt neuer Kraftwerkskapazität und einer Förderung von bis zu 35 Milliarden Euro. In der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur stehen heute 769 Erdgas-Einzelanlagen in Betrieb mit 26.170 MW, Datenstand 26. Juni 2026. Der Bestand ist nicht die Ausschreibung. Die Grafik der Gaskraftwerke steht unter /statistik/gaskraftwerke-deutschland, die Stammliste unter /kraftwerke.
Stadtwerke in der Ausschreibung
Der VKU betont, kommunale Unternehmen prüften die Beteiligung. Die Kommission verlangt ein transparentes, diskriminierungsfreies Ausschreibungsverfahren. Im Verzeichnis liegen Stadtwerke unter /typ/stadtwerke. Uniper und RWE stehen als eigene Rechtsträger, nicht als Sammel-Marke der künftigen Auktion.
Erste Auktion 2026
- Kommission: erste Auktionen 2026 für zusätzliche Langzeitkapazitäten in Deutschland, 2027 bei Unterdeckung
- Bundesnetzagentur: erster Gebotstermin 8. September 2026, Volumen 4.500 MW reduzierte Leistung
- Zuschlag nach StromVKG erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung. Die Genehmigung liegt seit dem 2. September 2026 vor
- Die 26.170 MW Erdgas in Betrieb sind nicht die 11 GW, die der VKU als Neubau nennt
Quellen
Im Verzeichnis
Weiterlesen
Chart der Woche: Kohlekraftwerke ab 10 MW
68 Kohle-Einzelanlagen in Betrieb in der BNetzA-Kraftwerksliste: 14.258 MW Braunkohle, 7.598 MW Steinkohle. Stand 26. Juni 2026. Quelle in der Grafik.
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Die BNetzA-Kraftwerksliste zum 26. Juni 2026 zählt Einzelanlagen. 1.770 sind in Betrieb, rund 68.440 MW. Das widerspricht nicht den 294,7 GW der Behörde.
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17 Unternehmen fordern am 1. September 2026 30 Maßnahmen zu Netzanschluss, Smart Meter und pauschaliertem Schadensersatz gegen Verteilnetzbetreiber.
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