News · Markt · 2. September 2026
Markt
Solar senkt den Börsenpreis - der Endkundenpreis bleibt hoch
Ohne Photovoltaik läge der Großhandelspreis laut Enervis fast 21 Prozent höher. Mehr als 60 Prozent der Haushaltsrechnung sind trotzdem Abgaben und Netzentgelte.
EVU Atlas Redaktion · 3 Minuten
Photovoltaik drückt den deutschen Großhandelspreis. Eine Auswertung von Enervis beziffert den Effekt: Ohne Solar läge der durchschnittliche Börsenpreis fast 21 Prozent höher. Das folgt der Merit Order - Wind und Solar kommen zuerst, teure Gas- und Kohlekraftwerke setzen den Preis nur noch in den restlichen Stunden.
Trotzdem bleibt der Haushaltspreis hoch. Mehr als 60 Prozent der Rechnung entfallen auf Netzentgelte, Umlagen und Steuern. Der geplante Netzausbau wird über Jahre in die Entgelte eingehen. 2025 flossen 16,4 Milliarden Euro EEG-Förderung an Wind- und Solarbetreiber, finanziert aus dem Bundeshaushalt.
Negative Preise und fehlende Steuerbarkeit
Wo Speicher und Netze fehlen, entstehen Stunden mit negativen Börsenpreisen. Alte Solaranlagen sind oft nicht steuerbar. Genau hier treffen sich diese Marktgeschichte und der EDA-Gesetzentwurf: ohne Steuerbarkeit und 15-Minuten-Daten bleibt das System teuer, auch wenn die Kilowattstunde an der Börse billig ist.
Für das Verzeichnis folgt daraus eine redaktionelle Linie: Wir erklären Marktrollen, nicht Tarife. Wer den Endpreis verstehen will, muss Lieferant, Netzbetreiber und Staat getrennt sehen. Vergleichsportale mischen das in einer Zahl. Wir nicht.
Quellen
Im Verzeichnis
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