Statistik · Chart des Tages · 14. Oktober 2026
Zwei Drittel der Hütten- und Prozessgase verstromt Nordrhein-Westfalen
Unter sonstige nicht erneuerbare Energieträger führt die Kraftwerksliste 39 Anlagen in Betrieb mit 2.226,8 MW. Nordrhein-Westfalen hält davon 1.507 MW in 21 Anlagen, also zwei Drittel. Niedersachsen folgt mit 337,6 MW in zehn, Bremen mit 160 MW in einer. Das sind fast ausschließlich Hütten- und Prozessgase der Stahlindustrie.
Quelle Bundesnetzagentur, Kraftwerksliste / Marktstammdatenregister. Stand 26. Juni 2026.
- 1Nordrhein-Westfalen1.507 MW67,7 %
21 Anlagen
- 2Niedersachsen337,6 MW15,2 %
10 Anlagen
- 3Bremen160 MW7,2 %
1 Anlage
- 4Saarland108,4 MW4,9 %
3 Anlagen
- 5Brandenburg88,6 MW4 %
2 Anlagen
- 6Baden-Württemberg23 MW1 %
1 Anlage
- 7Rheinland-Pfalz2,25 MW0,1 %
1 Anlage
Die Stromkarte der Stahlstandorte
Die größten Anlagen sind Huckingen A und B der Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg mit je 303 MW und Hamborn 5 von thyssenkrupp Steel Europe mit 225 MW. Alle drei stehen in Duisburg. Wer die Karte dieser Kategorie liest, sieht die Standorte der integrierten Hüttenwerke: Duisburg, Salzgitter, Bremen, Dillingen.
Das macht die Kategorie zum Frühindikator: Wird ein Hochofen durch eine Direktreduktionsanlage ersetzt, fällt das Gichtgas weg und mit ihm die Stromerzeugung an diesem Standort. Die Trägersicht gesamt steht unter /statistik/kraftwerke-energietraeger, die Länderlisten unter /bundesland/nordrhein-westfalen.
Abgrenzung
- Energieträger sonstige nicht erneuerbar, Deutschland, Status in Betrieb, Einzelnennung ab 10 MW.
- Die Kategorie sammelt Gichtgas, Koksgas, Konvertergas und ähnliche Prozessgase.
- Keine Stahlproduktion, keine Emissionen, keine Anlage unter 10 MW.
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